Propan (R290) gilt als klimafreundliches Kältemittel für Wärmepumpen. Was steckt dahinter, wie sicher ist es und worauf kommt es bei der Planung an?
Wer sich mit einer neuen Wärmepumpe beschäftigt, stößt schnell auf die Bezeichnung R290. Dahinter verbirgt sich Propan, ein natürliches Kältemittel, das in immer mehr Geräten eingesetzt wird. Viele Hausbesitzer fragen sich, warum gerade ein brennbares Gas verwendet wird und ob das sicher ist. Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Punkte ein.
In jeder Wärmepumpe zirkuliert ein Kältemittel in einem geschlossenen Kreislauf. Es nimmt Wärme aus der Umgebung auf, etwa aus der Außenluft, und verdampft dabei. Der Verdichter bringt es auf ein höheres Temperaturniveau, anschließend gibt es die Wärme an das Heizwasser ab. Welches Kältemittel verwendet wird, beeinflusst die erreichbaren Vorlauftemperaturen, die Effizienz und die Umweltwirkung des Geräts.
Viele Wärmepumpen arbeiten bisher mit fluorierten Kältemitteln. Diese haben teilweise ein hohes Treibhauspotenzial, wenn sie in die Atmosphäre gelangen. Propan hat dagegen ein sehr geringes Treibhauspotenzial und schädigt die Ozonschicht nicht. Mit der überarbeiteten F-Gase-Verordnung von 2024 hat die EU festgelegt, dass fluorierte Kältemittel schrittweise weiter eingeschränkt werden. Natürliche Kältemittel wie R290 fallen nicht unter diese Beschränkungen für fluorierte Gase. Deshalb setzen viele Hersteller verstärkt auf sie.
R290 eignet sich thermodynamisch gut für höhere Vorlauftemperaturen. Viele Geräte mit Propan erreichen Temperaturen, die auch für Häuser mit klassischen Heizkörpern ausreichen können. Das ist vor allem im Gebäudebestand interessant, auch in Deggendorf und Umgebung.
Ob eine Wärmepumpe in einem bestimmten Haus wirtschaftlich arbeitet, hängt vom Einzelfall ab. Dämmstandard, Heizflächen und Heizlast spielen eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich gilt auch bei R290: Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto effizienter läuft die Anlage.
Propan ist brennbar. Deshalb gelten für Geräte mit R290 besondere Anforderungen an Konstruktion und Aufstellung. Wichtig zu wissen:
Bei fachgerechter Planung und Installation gelten diese Geräte als sicher. Entscheidend ist, dass die Herstellervorgaben genau eingehalten werden.
Propan ist schwerer als Luft. Tritt im seltenen Fall eine Undichtigkeit auf, sammelt sich das Gas in Bodennähe. Die Hersteller geben deshalb einen Schutzbereich um das Außengerät vor. In diesem Bereich dürfen sich zum Beispiel keine Zündquellen, Kellerfenster, Lichtschächte oder Abläufe befinden, in die Gas eindringen könnte. Wie groß dieser Bereich ist, unterscheidet sich je nach Gerät. Bei der Planung prüfen wir deshalb vor Ort, wo das Außengerät sinnvoll und vorschriftsgemäß stehen kann.
Arbeiten am Kältekreis dürfen nur von entsprechend qualifiziertem Personal durchgeführt werden. Bei brennbaren Kältemitteln kommen zusätzliche Anforderungen an Werkzeug und Vorgehensweise hinzu. Für Hausbesitzer heißt das: Eine regelmäßige Wartung durch einen qualifizierten Fachbetrieb trägt dazu bei, die Anlage dauerhaft effizient und sicher zu betreiben. Je nach Gerät gehören dazu unter anderem:
Wärmepumpen können staatlich gefördert werden. Auch der Einsatz eines natürlichen Kältemittels kann dabei eine Rolle spielen. Da sich die Förderbedingungen ändern können, besprechen wir die aktuelle Situation gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Eine Wärmepumpe mit Propan kommt sowohl für Neubauten als auch für viele Bestandsgebäude infrage. Ob sie zu Ihrem Haus passt, lässt sich erst nach einer Bestandsaufnahme sagen. Dazu gehören:
Sie überlegen, Ihre Heizung zu erneuern, und möchten wissen, ob eine Wärmepumpe mit R290 für Ihr Gebäude infrage kommt? Als Meisterbetrieb für Sanitär, Heizung, Klima und Lüftung in Deggendorf beraten wir Sie sachlich und auf Ihr Haus bezogen. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf, um einen Termin zu vereinbaren.