Lauwarmes Wasser statt heißer Dusche? Typische Ursachen, was Sie selbst prüfen können und wann ein Meisterbetrieb ran sollte.
Wenn das Wasser aus der Dusche nur noch lauwarm kommt oder nach kurzer Zeit kalt wird, ist das ärgerlich. Die gute Nachricht: Nicht immer steckt ein großer Defekt dahinter. Manchmal reicht ein Blick auf die Einstellungen. In anderen Fällen ist ein Fachmann gefragt, vor allem wenn Strom, Gas oder die Heizungsanlage betroffen sind. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die Ursache einzugrenzen.
Die möglichen Ursachen hängen stark von der Art der Warmwasserbereitung ab. In vielen Haushalten finden sich vor allem diese Varianten:
Betrifft das Problem nur eine Zapfstelle oder das ganze Haus? Auch diese Frage grenzt die Ursache deutlich ein.
Es klingt banal, kommt aber oft vor: Die Warmwassertemperatur am Heizungsregler, am Speicher oder am Durchlauferhitzer wurde verstellt. Das kann etwa nach einer Wartung, einem Stromausfall oder beim Wechsel in einen Sparmodus passieren. Prüfen Sie die Einstellungen und Zeitprogramme.
Bei Speichern sollte die Temperatur aus hygienischen Gründen nicht dauerhaft zu niedrig gewählt werden. Fachleute empfehlen in der Regel, sich an etwa 60 °C zu orientieren. Was für Ihre Anlage sinnvoll ist, hängt vom System ab. Bei solchen Temperaturen besteht an den Zapfstellen Verbrühungsgefahr, ein Verbrühschutz kann daher sinnvoll sein.
Wird das Wasser nur an einem Wasserhahn oder einer Dusche nicht richtig warm, liegt die Ursache meist dort. Verkalkte Siebe, ein verschlissener Thermostatmischer oder eine defekte Kartusche können dafür sorgen, dass zu viel Kaltwasser beigemischt wird. Das Reinigen eines Strahlreglers können Sie oft selbst übernehmen. Den Tausch von Kartuschen sollten Sie nur angehen, wenn Sie sich sicher sind.
Kommt das warme Wasser erst nach längerem Laufenlassen, kann bei Anlagen mit Zirkulationsleitung die Zirkulationspumpe ausgefallen oder falsch programmiert sein. Ohne Zirkulation kühlt das Wasser in langen Leitungen ab. Das ist dann eher eine Frage der Installation als ein Defekt.
Je nach Härte des örtlichen Leitungswassers setzt sich mit der Zeit Kalk ab, etwa am Heizstab eines Boilers, am Wärmetauscher im Speicher oder im Durchlauferhitzer. Die Wärme wird dann schlechter übertragen, die Leistung sinkt. Eine Entkalkung gehört in die Hände eines Fachmanns, da Geräte dafür teilweise geöffnet werden müssen.
Ein Durchlauferhitzer kann nur eine bestimmte Wassermenge auf eine bestimmte Temperatur bringen. Laufen Dusche und Küchenhahn gleichzeitig, kann das Wasser spürbar kühler werden. Dasselbe gilt im Winter, wenn das Kaltwasser kälter ins Gerät kommt. Das ist kein Defekt, sondern eine Frage der Geräteleistung. Wird es dagegen plötzlich dauerhaft nur noch lauwarm, kann ein Bauteil defekt sein.
Wärmepumpen arbeiten am effizientesten mit moderaten Temperaturen. Wer von einem Öl- oder Gaskessel umgestiegen ist, empfindet das Warmwasser daher manchmal als weniger heiß. Oft lässt sich das über die Regelung und die Speichereinstellung optimieren. Hier lohnt sich eine Überprüfung durch den Fachmann.
Selbst prüfen können Sie Einstellungen, Zeitprogramme und einfache Armaturenteile. Bei folgenden Anzeichen sollten Sie einen Meisterbetrieb hinzuziehen:
Arbeiten an Gasgeräten und an elektrischen Anlagen dürfen grundsätzlich nur Fachleute ausführen. Das dient Ihrer Sicherheit und dem Erhalt eventueller Garantie- und Gewährleistungsansprüche.
Viele Ursachen kündigen sich schleichend an. Bei einer regelmäßigen Wartung der Heizungsanlage und des Warmwasserspeichers lassen sich Verkalkung, verschlissene Bauteile oder ungünstige Einstellungen frühzeitig erkennen. Wie oft eine Wartung sinnvoll ist, hängt vom Gerät und den Herstellerangaben ab.
Ist Ihre Anlage schon älter, kann auch ein Austausch eine Überlegung wert sein. Für bestimmte Maßnahmen, etwa beim Umstieg auf eine Wärmepumpe, gibt es unter Umständen staatliche Förderungen. Welche Möglichkeiten in Ihrem Fall infrage kommen, klären wir am besten im persönlichen Gespräch.
Ihr Warmwasser wird nicht mehr richtig heiß und Sie finden die Ursache nicht? Als Meisterbetrieb für Sanitär und Heizung in Deggendorf prüfen wir Ihre Anlage und besprechen mit Ihnen die passende Lösung. Für Bestandskunden steht zudem unser 24h-Notdienst zur Verfügung. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.