Brennwertheizung auf Störung, draußen Frost? Oft ist die Kondensatleitung eingefroren. So erkennen Sie die Ursache, handeln richtig und beugen vor.
Wenn in Deggendorf und im übrigen Niederbayern die Nächte deutlich unter null Grad fallen, meldet sich bei manchen Brennwertheizungen ein Problem, an das kaum jemand denkt: Die Kondensatleitung friert ein. Die Heizung schaltet ab, das Haus kühlt aus. In diesem Ratgeber erfahren Sie, woran Sie diese Störung erkennen, was Sie selbst tun können und wie Sie dem Problem dauerhaft vorbeugen.
Brennwertgeräte nutzen die Wärme, die im Wasserdampf der Abgase steckt. Dabei kühlen die Abgase so weit ab, dass der Dampf kondensiert. Das entstehende Kondenswasser ist leicht sauer und muss kontinuierlich abgeleitet werden – meist über einen Siphon im Gerät und eine Kondensatleitung in den Abwasseranschluss, teils auch über eine Kondensatpumpe.
Je nach Betriebsweise fallen dabei pro Tag durchaus mehrere Liter an. Kann das Wasser nicht abfließen, staut es sich im Gerät zurück. Viele moderne Geräte erkennen das und schalten aus Sicherheitsgründen ab.
Eine der häufigsten Ursachen ist eine Kondensatleitung, die ganz oder teilweise durch unbeheizte Bereiche verläuft – etwa durch eine Garage, einen kalten Dachboden, einen Kriechkeller oder nach außen an die Fassade. Dort kann das stehende oder langsam fließende Wasser bei längerem Frost gefrieren.
Hängt eine Leitung durch, bleibt Wasser in der Senke stehen. Gerade diese Stellen frieren zuerst zu. Auch ein zu geringes Gefälle begünstigt das Problem.
Steht das Gerät selbst in einem kaum beheizten Raum, etwa im Dachgeschoss oder in einem Nebengebäude, können bei strengem Frost auch Siphon oder Kondensatpumpe betroffen sein.
Typische Anzeichen sind:
Welcher Fehlercode genau auf ein Kondensatproblem hinweist, unterscheidet sich je nach Hersteller und Modell. Ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt sich daher.
Verläuft die Leitung sichtbar und gut zugänglich, können Sie den gefrorenen Abschnitt vorsichtig erwärmen:
Achten Sie darauf, dass kein Wasser an das Heizgerät, an Steckdosen oder andere elektrische Bauteile gelangt. Einen Haartrockner sollten Sie nicht in nasser Umgebung verwenden.
Verwenden Sie keine offene Flamme, keinen Heißluftfön mit hoher Temperatur und kein kochendes Wasser. Kondensatleitungen bestehen in der Regel aus Kunststoff und können sich verformen oder beschädigt werden. Schneiden Sie die Leitung auch nicht auf.
Sobald das Wasser wieder frei abläuft, können Sie die Heizung gemäß Bedienungsanleitung entstören. Läuft sie danach stabil, war die gefrorene Leitung sehr wahrscheinlich die Ursache. Geht das Gerät dagegen immer wieder in Störung, sollten Sie es nicht wiederholt entstören, sondern die Ursache fachlich klären lassen.
Ist die Leitung nicht zugänglich, tritt Wasser im Gerät aus oder geht die Heizung trotz aufgetauter Leitung weiter in Störung, sollten Sie nicht weiter selbst eingreifen. Öffnen Sie das Gerät nicht – hier ist eine fachliche Prüfung nötig. Auch ein verschmutzter Siphon oder eine defekte Kondensatpumpe kann ähnliche Symptome verursachen.
Ein einmaliges Auftauen löst das Problem meist nur bis zum nächsten Frost. Sinnvoller ist es, die Ursache zu beseitigen. Welche Maßnahme passt, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab:
Wird das Kondensat bisher über die Fassade ins Freie geführt, sollte auch geprüft werden, ob die Ableitung den abwasserrechtlichen Vorgaben entspricht. Ob eine Neutralisation des Kondensats erforderlich ist, hängt unter anderem vom Brennstoff, von der Geräteleistung und von den örtlichen Vorgaben ab. Das klären wir gerne im Einzelfall.
Bei der Wartung einer Brennwertheizung werden üblicherweise auch Siphon und Kondensatablauf kontrolliert und gereinigt. Dabei fallen ungünstige Leitungsführungen oft schon auf, bevor der erste Frost kommt. Gerade der Herbst ist ein guter Zeitpunkt dafür.
Friert Ihre Kondensatleitung wiederholt ein oder möchten Sie Ihre Anlage vor dem Winter überprüfen lassen? Als Meisterbetrieb für Sanitär und Heizung in Deggendorf schauen wir uns die Situation vor Ort an und empfehlen eine passende Lösung. Für Bestandskunden steht zudem unser 24h-Notdienst zur Verfügung. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.