Geht Ihr Brenner oder Ihre Wärmepumpe ständig an und aus? Wir erklären die häufigsten Ursachen für das Takten und welche Maßnahmen sinnvoll sind.
Wenn die Heizung im Keller alle paar Minuten anspringt und kurz darauf wieder abschaltet, sprechen Fachleute vom Takten. Viele Hausbesitzer bemerken es zuerst am Geräusch. Andere fällt ein auffällig hoher Zähler für Brennerstarts oder Verdichterstarts im Display auf.
Ganz vermeiden lässt sich ein gewisses An- und Ausschalten nicht. Problematisch wird es, wenn die Anlage sehr häufig und nur für kurze Zeit läuft.
Jeder Start belastet die Technik.
Kurz gesagt: Eine Anlage, die ruhig und lange am Stück läuft, arbeitet in der Regel sparsamer und schonender.
Eine verbreitete Ursache ist eine Überdimensionierung. Gerade bei älteren Häusern wurde die Heizung oft großzügig ausgelegt. Nach einer Dämmung, neuen Fenstern oder einem neuen Dach sinkt der Wärmebedarf zusätzlich.
Kann das Gerät seine Leistung nicht weit genug herunterregeln, erreicht es die gewünschte Temperatur zu schnell und schaltet ab. Kurz darauf startet es erneut.
Heizkurve, Schaltdifferenz und eine eventuell vorhandene Taktsperre haben großen Einfluss auf das Laufverhalten.
Auch die Werkseinstellungen passen nicht immer zum konkreten Gebäude.
Ohne hydraulischen Abgleich verteilt sich das Heizwasser ungleichmäßig. Manche Heizkörper werden zu warm, andere bleiben kühl. Das Heizwasser kann dann schnell und noch recht warm zum Wärmeerzeuger zurückfließen, der daraufhin früher abschaltet.
Ein fachgerechter Abgleich sorgt für passende Durchflussmengen in jedem Raum.
Sind viele Thermostatventile gleichzeitig weit geschlossen, kann die Anlage ihre Wärme kaum loswerden. Das betrifft besonders Wärmepumpen. Sie benötigen je nach Hersteller und Anlagenkonzept für einen stabilen Betrieb eine bestimmte Mindestwassermenge bzw. einen Mindestvolumenstrom im System.
Je nach Anlage kann ein Pufferspeicher oder eine Anpassung der Hydraulik helfen. Ob das nötig ist, hängt vom Einzelfall ab.
Auch folgende Störungen können Taktverhalten auslösen:
Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen sollte man zudem wissen: Das regelmäßige Abtauen bei kalter, feuchter Witterung ist ein normaler Vorgang und kein Takten im eigentlichen Sinn.
An der Regelung selbst sollten Sie ohne Fachkenntnis keine tiefgreifenden Einstellungen verändern. Fehler können sich auf Komfort und Verbrauch auswirken.
Bei einer Überprüfung wird zunächst festgestellt, ob das Takten an der Einstellung, an der Hydraulik oder an der Dimensionierung liegt. Häufig lässt sich schon mit einfachen Maßnahmen viel erreichen:
Ist der Wärmeerzeuger deutlich zu groß, kann bei einem anstehenden Heizungstausch ein passend ausgelegtes, gut modulierendes Gerät die bessere Lösung sein. Grundlage dafür ist eine Berechnung der Heizlast des Gebäudes.
Für Maßnahmen wie den hydraulischen Abgleich oder einen Heizungstausch gibt es unter Umständen staatliche Förderprogramme. Die Bedingungen ändern sich regelmäßig und sollten vor der Auftragsvergabe geprüft werden. Welche Möglichkeiten in Ihrem Fall infrage kommen, besprechen wir gerne persönlich mit Ihnen.
Eine jährliche Wartung hilft, Ursachen für Taktverhalten frühzeitig zu erkennen. Dabei werden Einstellungen, Fühler und Komponenten geprüft. Gerade in Niederbayern mit seinen kalten Wintertagen ist es sinnvoll, die Anlage vor Beginn der Heizperiode durchsehen zu lassen.
Ihre Heizung oder Wärmepumpe schaltet auffällig oft an und aus? Als Meisterbetrieb für Heizung, Sanitär, Klima und Lüftung in Deggendorf prüfen wir Ihre Anlage. Anschließend zeigen wir Ihnen, welche Maßnahmen in Ihrem Fall sinnvoll sind.
Nehmen Sie gerne Kontakt mit GTAW – Gebäudetechnik A. Weishäupl auf und vereinbaren Sie einen Termin.