Heizung nach der Sommerpause kalt? So deuten Sie Störungsanzeigen und prüfen gefahrlos selbst, bevor Sie den Meisterbetrieb rufen.
Wenn im Herbst die ersten kühlen Nächte über Deggendorf und den Bayerischen Wald ziehen, wird die Heizung nach Monaten Pause wieder gefordert. Nicht selten bleibt es dann kalt, oder am Gerät leuchtet eine Störungsanzeige. Oft steckt eine einfache Ursache dahinter, die Sie selbst beheben können. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Sie gefahrlos prüfen dürfen und wann Sie besser einen Meisterbetrieb hinzuziehen.
Riechen Sie Gas, gilt:
Bedenken Sie außerdem: Kohlenmonoxid (CO) ist geruchlos. Löst ein CO-Melder aus oder treten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit in der Nähe der Heizung auf, verlassen Sie ebenfalls sofort die Räume und alarmieren Hilfe.
Auch in diesen Fällen sollten Sie nicht selbst eingreifen, sondern die Anlage ausschalten und Fachleute verständigen:
Moderne Heizgeräte zeigen Störungen meist als Code aus Buchstaben und Zahlen oder als Klartextmeldung an. Diese Codes sind herstellerspezifisch – derselbe Code kann bei zwei Marken etwas völlig anderes bedeuten. Die zuverlässigste Quelle ist daher die Bedienungsanleitung Ihres Geräts. Viele Hersteller stellen die Anleitungen auch online bereit.
Notieren Sie den angezeigten Code, bevor Sie etwas verändern. Diese Information hilft bei einem späteren Anruf im Meisterbetrieb, weil sich das Problem oft schon vorab eingrenzen lässt.
Viele Geräte haben eine Reset- oder Entstörtaste. Ein einmaliges Entstören ist in der Regel unbedenklich, etwa nach einer kurzen Unterbrechung der Brennstoffzufuhr – beachten Sie dabei die Hinweise in Ihrer Bedienungsanleitung. Geht die Anlage danach erneut auf Störung, sollten Sie nicht wiederholt entstören. Die Sicherheitsabschaltung hat dann meist einen Grund, der fachlich geklärt werden muss.
Ist das Display komplett dunkel, prüfen Sie zuerst den Heizungsnotschalter. Bei Anlagen in einem eigenen Heizraum befindet er sich häufig außen neben der Tür, in anderen Fällen in der Nähe des Geräts. Er wird gelegentlich versehentlich ausgeschaltet. Kontrollieren Sie außerdem die zugehörige Sicherung im Sicherungskasten.
Viele Anlagen laufen im Sommer im reinen Warmwasserbetrieb. Steht die Regelung noch auf „Sommer“, heizt sie nicht.
Prüfen Sie außerdem:
Am Manometer des Heizgeräts sehen Sie den Anlagendruck. Welcher Wert richtig ist, hängt von Ihrer Anlage und dem Gebäude ab; in Einfamilienhäusern liegt er häufig im Bereich von etwa 1 bis 2 bar. Maßgeblich sind die Angaben in Ihrer Anleitung oder auf dem Wartungsprotokoll.
Ist der Druck zu niedrig, schalten viele Geräte ab. Nachfüllen ist grundsätzlich möglich, sollte aber nur erfolgen, wenn Sie wissen, wie es bei Ihrer Anlage korrekt geht. Muss häufig nachgefüllt werden, kann das auf ein Leck oder ein defektes Ausdehnungsgefäß hindeuten – das gehört in fachliche Hände.
Wichtig beim Pelletlager: In Pelletlagerräumen kann sich gefährliches Kohlenmonoxid ansammeln. Betreten Sie den Lagerraum nur nach ausreichender Belüftung und beachten Sie die Warnhinweise an der Tür. Im Zweifel prüfen Sie den Füllstand von außen, zum Beispiel über ein Sichtfenster, sofern vorhanden. Störungen am Fördersystem gehören in fachliche Hände.
Bei Wärmepumpen mit speziellem Stromtarif oder steuerbarem Netzanschluss kann der Netzbetreiber den Betrieb zeitweise unterbrechen oder drosseln. Eine kurze Pause ist dann kein Defekt. Bleibt die Anlage dauerhaft aus oder zeigt einen Fehlercode, ist eine fachliche Prüfung sinnvoll.
Läuft das Heizgerät, aber einzelne Räume bleiben kühl, liegt die Ursache oft am Heizkörper selbst. Nach dem Sommer klemmt häufig der Ventilstift unter dem Thermostatkopf. Schrauben Sie den Kopf ab und prüfen Sie, ob sich der Stift leicht eindrücken lässt und wieder herausfedert.
Gluckert es im Heizkörper oder ist er oben kalt, kann Luft im System sein. Nach dem Entlüften sollten Sie den Anlagendruck erneut kontrollieren.
Professionelle Hilfe ist der richtige Weg, wenn:
Eingriffe in Brenner, Gasarmaturen, Elektrik oder den Kältekreis einer Wärmepumpe sind ausschließlich Sache von Fachleuten.
Viele Störungen nach der Sommerpause können übrigens vermieden werden: Eine regelmäßige Wartung, idealerweise vor Beginn der Heizperiode, hilft, Verschleiß und Einstellungsfehler frühzeitig zu erkennen.
Ihre Heizung springt nicht an oder Sie möchten einen Wartungstermin vereinbaren? Als Meisterbetrieb für Sanitär, Heizung, Klima und Lüftung in Deggendorf sind wir für Sie da. Bestandskunden steht zudem unser 24h-Notdienst zur Verfügung. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf – wir beraten Sie sachlich und individuell.