Ihre Gastherme meldet eine Störung? Was Fehlercodes bedeuten, welche Prüfungen Sie selbst vornehmen dürfen und wann der Meisterbetrieb gefragt ist.
Die Heizung bleibt kalt, das Display blinkt und zeigt einen Buchstaben-Zahlen-Code: Eine Störungsmeldung an der Gastherme sorgt verständlicherweise für Unruhe, besonders an kalten Wintertagen in Niederbayern. Die gute Nachricht: Nicht jede Meldung bedeutet einen teuren Defekt. Manche Ursachen lassen sich mit einfachen Prüfungen eingrenzen. Gleichzeitig gibt es klare Grenzen, was Sie als Laie an einem Gasgerät tun dürfen. Dieser Beitrag hilft Ihnen, die Situation richtig einzuordnen.
Bevor Sie sich mit dem Fehlercode beschäftigen, klären Sie die wichtigste Frage. Wenn Sie Gasgeruch wahrnehmen, gilt:
Schlägt ein Kohlenmonoxid-Warnmelder an, gehen Sie so vor:
In diesen Fällen hat die Fehlersuche an der Therme keinerlei Vorrang.
Moderne Gasthermen überwachen ständig ihren Betrieb: Flamme, Temperaturen, Wasserdruck, Abgasführung und Elektronik. Erkennt die Steuerung eine Abweichung, schaltet sie den Brenner aus Sicherheitsgründen ab und zeigt einen Code an. Das ist zunächst ein Zeichen dafür, dass die Schutzfunktionen arbeiten.
Eine allgemeingültige Liste gibt es nicht. Derselbe Code kann bei verschiedenen Herstellern völlig unterschiedliche Bedeutungen haben. Die verlässlichste Quelle ist die Bedienungsanleitung Ihres Geräts. Notieren Sie Hersteller, Gerätetyp und den genauen Code, das erleichtert jede weitere Klärung.
Häufig betreffen Störungsmeldungen folgende Bereiche:
Welche Ursache im konkreten Fall vorliegt, lässt sich aus der Ferne meist nicht sicher sagen.
Einige Prüfungen können Sie ohne Werkzeug und ohne Eingriff in das Gerät vornehmen.
Ist das Display dunkel, kontrollieren Sie Sicherung und Notschalter der Heizung. Prüfen Sie außerdem, ob Raumthermostat, Zeitprogramm oder Betriebsart versehentlich verstellt wurden.
Ist der Gasabsperrhahn vor der Therme geöffnet? Gelegentlich wird er bei anderen Arbeiten geschlossen und nicht wieder geöffnet. Wissen Sie nicht, warum der Hahn geschlossen wurde, fragen Sie besser beim Fachbetrieb nach, bevor Sie ihn wieder öffnen.
Das Manometer zeigt den Wasserdruck der Anlage. Welcher Wert richtig ist, hängt von Ihrer Anlage ab und steht in der Anleitung oder im Wartungsprotokoll. Ist der Druck zu niedrig, können Sie Wasser nachfüllen, sofern die Anleitung das für Betreiber vorsieht und Sie mit dem Vorgang vertraut sind. Muss häufig nachgefüllt werden, deutet das auf ein Problem hin, das fachlich geklärt werden sollte.
Viele Geräte haben eine Entstör- oder Reset-Taste. Ein einmaliger Entstörversuch ist in der Regel vorgesehen. Tritt der Fehler danach erneut auf, sollten Sie nicht wiederholt zurücksetzen. Die Therme hat sich aus gutem Grund abgeschaltet.
Arbeiten an gasführenden Teilen und Eingriffe in das Geräteinnere sind ausschließlich Sache von dafür zugelassenen Installateuren. Daher gilt:
Solche Eingriffe können gefährlich sein und unter Umständen Gewährleistungs- oder Versicherungsfragen aufwerfen.
Rufen Sie fachliche Hilfe, wenn:
Viele Störungen kündigen sich schleichend an, etwa durch verschmutzte Brenner, Ablagerungen im Kondensatweg oder nachlassende Bauteile. Hersteller empfehlen in der Regel eine jährliche Wartung. Dabei werden Verschleißteile geprüft, das Gerät gereinigt und die Verbrennung kontrolliert und bei Bedarf eingestellt. Das senkt das Risiko eines Ausfalls mitten in der Heizperiode, kann ihn aber nicht völlig ausschließen.
Ist Ihre Therme schon älter und häufen sich Störungen, kann auch die Frage nach einem Heizungstausch sinnvoll sein. Ob sich das lohnt, hängt vom Einzelfall ab und lässt sich nur vor Ort beurteilen.
Ihre Gastherme meldet eine Störung, die Sie nicht selbst beheben können? GTAW – Gebäudetechnik A. Weishäupl ist Ihr Meisterbetrieb für Heizung und Sanitär in Deggendorf. Wir übernehmen Fehlersuche, Reparatur und Wartung. Für Bestandskunden steht zudem ein 24h-Notdienst zur Verfügung. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.